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Geschichte des Dorfes Dahlwitz-Hoppegarten



Das ca. zwei Kilometer östlich der Berlin-Mahlsdorfer Stadtgrenze an der alten Frankfurter Chaussee gelegene Dorf Dahlwitz (der Ortsteil Hoppegarten entwickelte sich erst Mitte des 19. Jahrhunderts) ist ein - in der baulichen Substanz noch erkennbares - Beispiel für ein bis ins 19. Jahrhundert typisches Gutsdorf.

Dahlwitz geht in seinen Ursprüngen bis in das 14. Jahrhundert zurück und wurde urkundlich 1370 zum ersten Mal erwähnt. Der Name des Dorfes setzt sich aus den beiden slawischen Wörtern "dol" oder "dal" für "lang" und "witz" für "Ort, Dorf" zusammen. Im Landbuch Karl IV. der Mark Brandenburg aus dem Jahre 1375 wird die Größe des Dorfes mit 50 Hufen angegeben. Davon gehören vier Hufen dem Pfarrer, eine der Kirche und neun der Ehefrau Friedrichs von Plaue als Heiratsgut. Das restliche Land wurde Hans Belitz vom Markgrafen als Lehen übergeben.

Laut Schlossregister tritt 1450 der kurfürstliche Rat Schulleboltz (o. Schulboldt) als neuer Lehnsbesitzer auf. Er überschrieb 1455 seine gesamten Ländereien, darunter auch das Dorf Dahlwitz, seiner Frau Anna. Sie heiratete nach seinem Tod Arno von Krummensee. Als Anna von Krummensee verw. Schulleboltz starb, erhielt der Kurfürst die Güter als erledigtes Lehen zurück. Er verlieh Dahlwitz an den Enkel von Krummensee, der ebenso wie sein Großvater Arno hieß.

Der kurfürstliche Rat Johann von Löben erwarb Dahlwitz 1621. Seine Familie verkaufte den Besitz 1716 an den Kriegsminister Freiherr Samuel von Marschall, der zwischen 1728 und 1733 die Funktion des Landrates des Kreises Niederbarnim übernahm. Durch Heirat ging das Gut 1819 in den Besitz des Grafen Hacke über.

Carl Heinrich von Treskow erwarb 1850 von Gräfin Hacke geb. von Marschall Dahlwitz. Der Architekt Friedrich Hitzig errichtete 1855/56 im Auftrage Treskows einen schlossartigen Herrensitz im Stile der spätklassizistischen Potsdamer Turmvillen.Der Standort des Schlosses befand sich nördlich des alten Herrenhauses.

Das alte unmittelbar am Wirtschaftshof gelegene Gutshaus wurde abgetragen und die Steine zum Bau des neuen wiederverwendet. Der zum Gut gehörende 30 Morgen große Park wurde bereits 1821 vom Vorbesitzer der Länderei Graf Hacke angelegt.


Als Gartenarchitekt konnte er Peter Josef Lenne verpflichten, der sich vor allem mit seinen in Potsdam geschaffenen Landschaftsgärten einen Namen gemacht hatte.

Im südlichen Teil des Parks, jenseits der Frankfurter Chaussee, befand sich, unmittelbar an der Straße gelegen, die zum Gut gehörende Gärtnerei und der Wirtschaftsgarten, vom Teile der Umfassungsmauer in Mischmauerwerk erhalten sind. Später wählten die von Treskows einen hinter der Gutsgärtnerei gelegenen Parkteil als Ort ihrer Erdbegräbnisstätte aus. Zwischen Frankfurter Chaussee und Gärtnerei steht das ehemalige sogenannte “Freihaus” (Berliner Straße 65), das von dem Dorfschulzen bewohnt wurde.

Zur Gutsanlage von Dahlwitz gehörten eine nicht geringe Anzahl von Gebäuden in unmittelbarer Nähe zum Schloss. Der südlich vom Schloss befindliche ehemalige Gutshof wurde eingefasst durch Wirtschaftsgebäude, mehrere Stallungen, Scheune, Stellmacherei und Schmiede. Auf der anderen Seite der Straße lag die Brennerei mit Magazin und das Brauhaus mit seinem Eiskeller. Darüber hinaus gab es übers Dorf verteilt Wohnhäuser von unterschiedlicher Größe und Ausstattung für die verschiedenen Gutsarbeiter und Bediensteten, wie z.B. die Schnitterkaseme am Mitschurinweg oder die Schäferei an der Friedrichshagener Chaussee.

Die Anlage der Rennbahn 1867 im Dahlwitzer Vorwerk Hoppegarten gegründet, verändert die wirtschaftliche Lage und das Gesicht des Dorfes grundlegend.



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